Magazin

Das Printmedium lebt

Zwar boomen kostenlose Informationsangebote im Internet, dennoch bleibt die Zeitschriftennutzung in Deutschland auf konstant hohem Niveau, wie eine aktuelle Umfrage belegt.

Jährlich führt die Arbeitsgemeinschaft Media-Analyse (agma) eine Untersuchung zur Zeitschriftennutzung in Deutschland durch. Gegenüber dem vergangen Jahr bleibt das Ergebnis beinahe unverändert. 92,7 Prozent der über 14-Jährigen lesen Magazine. Das entspricht rund 65,2 Millionen Lesern in dieser Gesamtzielgruppe. Zwar ist gegenüber der letztjährigen Untersuchung ein Rückgang von 0,3 Prozent zu verzeichnen, dieser erklärt sich aber damit, dass in der aktuellen Studie drei Titel weniger ausgewiesen werden als im Vorjahr. Auch im Fünf-Jahres-Vergleich zeigen sich die Reichweiten der Zeitschriften weitestgehend stabil. Im Jahr 2007 lasen 93,3 Prozent der über 14-Jährigen Magazine.

Die Untersuchung zeigt einmal mehr, dass Zeitschriften sich nicht durch das Internet ersetzen lassen. Auch bei der überdurchschnittlich Internet-affinen Gruppe der 14- bis 19-Jährigen ist der Griff zum Magazin noch nicht aus der Mode gekommen. 91,6 Prozent der Teenager lesen weiterhin Zeitschriften. Bei den Gattungen liegen nach wie vor die Programmzeitschriften vorn, gefolgt von den Magazinen zum Zeitgeschehen. Auf Platz drei und vier finden sich – fast gleichauf – die Motorpresse und die wöchentlichen Frauenzeitschriften.

Die Studie, für die 38.340 Personen befragt wurden, zeigt vor allem, dass das Printmedium weiter Bestand hat. Mit dem Internetboom sanken zwar die Auflagen. Auch die Zahl der Titel verringerte sich. Mittlerweile hat sich der Zeitschriftenmarkt jedoch auf einem beständigen Niveau stabilisiert.

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